Thomas Bily – seniorbook

Das Alter beim Namen nennen

„seniorbook“-Gründer Thomas Bily über netzaktive Best Ager.

seniorbook_Bily_600_900
Eigentlich gilt der Name Senior als altbacken. Warum haben Sie sich dennoch für „seniorbook“ entschieden?
Dieser Name beschreibt sehr genau und ohne Umschweife, an wen sich unser Netzwerk richtet: an User mit Erfahrung. „Seniorig“ ist ein Mensch dann, wenn er schon etwas erlebt hat und ein Stück weiser als in seinen jungen Jahren ist. Wer das Alter nicht beim Namen nennt, hat ein Problem damit.

Woher haben Sie den Mut genommen, ein soziales Netzwerk für genau diese Zielgruppe zu gründen?
Mehr als die Hälfte der Menschen über 50 bewegt sich täglich im Internet, immer mehr von ihnen erkunden auch soziale Netzwerke. Wir stellen fest, dass auch Tablets und Smartphones unter unseren Nutzern sehr beliebt sind. Es gibt Tage, an denen über 50 Prozent des Traffics durch mobile Geräte erzielt werden. Deshalb bauen wir jetzt auch eine App.

Was sind Ihre bisherigen Erfahrungen?
Ältere Nutzer adaptieren Netztrends mit etwas Verzögerung, dafür aber dauerhafter und mit weitaus mehr Engagement. Ein seniorbook-Nutzer besucht seine Plattform sehr ausgiebig und wird dabei überdurchschnittlich aktiv. In einem Monat erstellt ein Nutzer mindestens 50 Einträge. Von einem derart loyalen Publikum können andere Seitenbetreiber nur träumen.

Wofür interessieren sich die Nutzer am meisten?
Die Kommunikation unter den Nutzern ist zentral. Fünf Millionen Seitenaufrufe monatlich hat alleine der Bereich, in dem sich die User gegenseitig Nachrichten schicken.

Foto: Seniorbook AG