Moritz

  • Familienzuwachs

    Ein Erfahrungsbericht von Moritz, dem Redaktionshund


    Wir Hunde sind ja eigentlich Rudeltiere, das heißt je größer das Rudel bzw. die Familie, umso schöner für uns, aber natürlich nur, wenn man auch der „Chef“ bleibt. Nachdem Maria (heute 7 Jahre) als Menschen-Baby in mein Leben trat, änderte sich einiges für mich. Als sie kam, war ich sehr neugierig und gleich mit der Schnauze an der Tasche, um dieses gut riechende Baby zu begrüßen. Ich hatte zwar in der Hundeschule schon einiges über Babys und kleine Kinder erfahren, aber meine Zweibeiner waren doch bei meinem ersten direkten Kontakt mit Maria sehr aufmerksam, damit ja nichts passiert.
    Die Türe zum Kinderzimmer blieb jetzt häufiger geschlossen und ich musste leider draußen bleiben. Maria wurde größer und irgendwann fing sie an zu laufen. Natürlich war ich auf einmal sehr interessant für sie, mit großem Gekreische lief sie jetzt auf mich zu und hielt sich an mir fest, um nicht umzufallen. Schön war, dass ich bei diesen Aktionen immer sofort Leckerlis bekam. Maria musste aber auch lernen, dass der Wasser- und Futternapf am Boden mir gehört. Und nachdem Marias Lieblingsstofftier „Affe Alfred“ nur noch ein Ohr hatte, musste ich lernen, dass nicht alle Stofftiere aus dem Kinderzimmer automatisch mir gehören.
    Nachdem im Laufe der Jahre noch zwei kleine Jungs dazukamen, war hier in unserem Rudel bzw. in unserer Familie richtig was los. Im Sommer ging es dann mit vielen Bällen in unseren Garten oder wir drehten alle gemeinsam spannende Gassirunden. Und wenn es mir mit den „Kindern“ zu viel wurde, ging ich ins Redaktionsbüro und legte mich auf mein Bett.
    Natürlich liege ich auch heute immer noch am liebsten im Kinderzimmer auf dem weichen Teppich. Ich bin ein guter Zuschauer, wenn wieder mal der Zirkus aufgebaut wird. Aber am meisten freue ich mich, wenn um mich herum die schöne Brio-Holzeisenbahn ihre Runden dreht.
    Wau und bis zum nächsten Mal
    Euer Moritz

    Fotos: Carola Ostler