Schmerztherapie

Schmerztherapie im Alter

Chronischen Schmerzen können durch Arthrosen der Gelenke, Veränderungen der Wirbelsäule und bösartige Erkrankungen verursacht werden. T Eine Schmerztherapie bei Menschen im fortgeschrittenen Alter muss auf viele Begleiterkrankungen und dafür eingesetzte Medikamente Rücksicht nehmen. Rheumamittel wie Ibuprofen und Diclofenac, sind hochwirksame, aber leider auch nebenwirkungsreiche Medikamente. Die wesentlichen Nebenwirkungen sind Magen- und Darmunverträglichkeiten, Veränderung der Blutgerinnung und die Erhöhung des Blutdrucks. Deshalb gilt folgende Regel: Sanfter Beginn und in Abstimmung mit dem Hausarzt die Dosis langsam steigern. Patienten, die eine eingeschränkte Nierenfunktion haben, sollten bei länger zu erwartender Schmerzmittelgabe Opiate vorziehen. Für Patienten mit Gedächtnisschwierigkeiten müssen Opiate genau dosiert werden, denn sie könnten Prozesse im Gehirn dämpfen.
Akupunktur kann den Schmerz lokal unterdrücken und auch Selbstheilungskräfte fördern. Bei der Atemtherapie lernen Patienten, bewusst zu atmen. A Das entspannt und beruhigt das Nervensystem. Ähnlich ist es bei Qi-Gong: Sanfte Bewegungen trainieren die Muskeln und die Koordination. Wirkungsvoll sind auch Heusäcke, die angewärmt auf die schmerzhaften Stellen gelegt werden. Die Pflanzenheilkunde empfiehlt außerdem Weihrauch, Brennnessel und die Teufelskralle. Ihr entzündungshemmender Effekt ist aber geringer als bei herkömmlichen Rheumamitteln und nur in ausreichend hoher Konzentration zu erzielen.

Fotos: Gina Sanders – Fotolia.com, MarkFGD – istockphoto.com