Arthrose

Arthrose in der Hüfte

Bestimmte Sportarten und eine regelmäßige Physiotherapie können eine Operation in vielen Fällen um mehrere Jahre hinauszögern

Eine Hüftgelenksarthrose entwickelt sich meist im fortgeschrittenen Alter. Die Frühzeichen einer Hüftarthrose sind vor allem Schmerzen beim Treppensteigen, sie machen sich besonders in der Leistengegend bemerkbar. Ein Arzt erkennt die Hüftarthrose an einer verringerten und schmerzhaften Beweglichkeit des Hüftgelenks und am Röntgenbild. Fotolia-Hüfte_900_900 Regelmäßige Physiotherapien verbessern Beweglichkeit und Schmerzen. Triggerpunktbehandlung kann zur Verbesserung der Muskelschmerzen führen. Schmerzlindernd wirken schwefelhaltige Bäder und Moorerdeextrakte auch für zu Hause. Bei andauernden Schmerzen ist die Einnahme von Schmerzmedikamenten meist unerlässlich. Es können entzündungshemmende wie Diclofenac und Ibuprofen sein, aber auch Opioide. Wenn trotz aller Maßnahmen Leisten- und nächtliche, dumpf bohrende Schmerzen bestehen bleiben, sollte ein Hüftgelenksersatz in Erwägung gezogen werden.
Zu den Sportarten, die besonders empfehlenswert für das Hüftgelenk sind, gehören Gehen, Nordic Walking, Bergwandern mit Stöcken und eingeschränkt auch das Laufen. Rad fahren dagegen hat nur eine geringe Wirkung, auch wenn es Spaß macht.

Hilfe bei Gelenkarthrose

Bei der Eigenknorpelknochentransplantation, ein Verfahren zur Verbesserung von Gelenkarthrosen, entnimmt der Chirurg aus einem gesunden Gelenk Knorpelteile mit dem dazu gehörigen Knochen. M
Diese Knorpelzylinder werden dann in den Bereich des abgenutzten Knorpels verpflanzt. Diese Methode ist heute zum Routineeingriff geworden. Die Erfolgsprognosen sind gut, und es lassen sich auch mittelgroße Defekte damit behandeln.
Ä
Die „minimalinvasive Hüftendoprothetik“ ist eine Art Schlüssellochchirurgie beim Hüftgelenkersatz. Die Vorteile dieser Technik liegen in dem kürzeren Hautschnitt und der Schonung der Muskulatur. Die Methode erfordert eine umfangreiche Erfahrung des Operateurs, um sie erfolgreich zu machen.

Von Betroffenen für Betroffene

Selbsthilfeorganisationen bieten neben Informationen zur Krankheit und zu BehandIungsmethoden, Adressen von Fachärzten, Tipps für Sport, Ernährung und AlItagsbewältigung auch die Möglichkeit sich mit anderen Betroffenen auszutauschen.
Deutsche Arthrose-Hilfe e. V., Postfach 11 05 51, 60040 Frankfurt/Main, Telefon: 06831/94 66 77, www.arthrose.de
Deutsches Arthrose Forum, www.deutsches-arthrose-forum.de

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