Tinnitus

Tinnitus – Geräusche im Ohr

Ursachen für anhaltendes Pfeifen im Ohr

Durchblutungsstörungen und Stress bilden nur einen kleinen Bereich der möglichen Ursachen. Ohrgeräusche können mit einer Geräuschüberempfindlichkeit gekoppelt sein. Eine optimale Hörgeräteversorgung verbessert dabei das Hören und lässt den Tinnitus in den Hintergrund treten. T Beim Hörsturz, einer akuten Minderdurchblutung des Innenohrs mit starker oder kompletter Hörminderung, tritt bei fast 70 Prozent der Betroffenen auch ein Tinnitus auf. Durch rasches ärztliches Handeln, meistens werden Infusionen gegeben, kann er sich zurückbilden. Eher selten entsteht eine einseitige Hörminderung durch ein Akustikusneurinom, einen gutartigen Tumor des Hörnerves, der operiert werden muss.
Sollte der Tinnitus mit dem Pulsschlag übereinstimmen, müssen Blutdruck und Blutgefäße untersucht werden. Führen Muskelverspannungen, Veränderungen der Halswirbelsäule oder der Kiefergelenke zum Ohrgeräusch, behandeln Ärzte für Physikalische Medizin und Kieferorthopäden den Tinnitus. Verhaltenstherapie, Entspannungstechniken oder Hypnose können hilfreich sein. Entscheidend ist, dass das Gehirn „verlernt“, dem Tinnitus Bedeutung zuzumessen, das Ohrgeräusch sozusagen überhört.

Tipps und Unterstützung finden Betroffene bei Selbsthilfeorganisationen wie der Deutschen Tinnitus Liga e.V. (Tel. 0202/246 52-0, www.tinnitus-liga.de). Für einen Jahresbeitrag von 50 Euro steht Mitgliedern ein umfangreiches Angebot zur Verfügung, von Informationen zu neuen Therapien über Adressen von Ärzten und Therapeuten bis zum persönlichen Austausch in einer örtlichen Selbsthilfegruppe.

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